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Rrose Sélavy alias Marcel Duchamp

Rrose Sélavy alias Marcel Duchamp

Travestie als künstlerische Praxis Der Name Rrose Sélavy wurde von vielen KunsthistorikerInnen mehrfach interpretiert. Rrose Sélavy ist nicht nur ein französisches Wortspiel – Éros, c’est la vie = Eros ist das Leben – sondern Rose ist auch Teil von vielen jüdischen Namen wie Rosenberg und Rosenthal. Es ist aber auch eine eindeutige geschlechtskonnotierte Farbe. Rosa für die Mädchen, Hellblau für… Read more →

Colour Me Culture

Analogien zu Kulturverständnis. Wer kennt nicht das Gefühl nach dem Tragen einer Ski- oder Snowboardbrille (oder sonstigen bunt gefärbten Brillen): trägt mensch sie für längere Zeit und nimmt sie dann ab, entsteht eine verkehrte Farbenwelt. Plötzlich scheint der weiße Schnee ohne Brille blau oder grünlich zu sein. Auge und Gehirn haben sich an die Farbfolie derart gewöhnt, dass sie uns… Read more →

Mit Rosa gegen die Nation

Es ist Rosa. Es ist ein Hase. Es ist gegen Deutschland. Seit Judith Kerrs Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ aus den 1970er Jahren kommt dem rosa Kaninchen auch eine politische Bedeutungen zu. Nicht mehr nur als Kuscheltier oder als mit Zuckerguß verziertes süßes. Etwas schreibt sich das rosa Kaninchen in infantile Träumereien ein, sondern neuerdings erhebt es auch… Read more →

Critical Whiteness und der Essenzialismus des Rassismus

Für die Weißseinsforschung ist das Weiße nicht eine bloße Farbe, sondern ein gesellschaftliches Konzept. Durch das Aufblühen der Kulturwissenschaften im Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Wissenschaftsbetrieb hielten viele Disziplinen in die europäische Lehre und Forschung Einzug, wie es in der Form bis Dato nicht denkbar gewesen wäre. Es entstanden interdisziplinäre Forschungsbereiche, die sich mit den Themen Geschlecht und Gesellschaft beschäftigen, postkoloniale Theorien… Read more →

Ein selbstbestimmtes Selbstverständnis

Die gezeit versteht sich als kritisch-emanzipatorische Zeitung, die sich mit (Uni-)Politik und Gesellschaft auseinandersetzt und regelmäßig – unregelmäßig erscheint. Wir wollen nichts so hinnehmen, wie es ist und abseits vom Mainstream radikal und kompromisslos den Status-quo hinterfragen. Die gezeit ist die Zeitung der FV GEWI (Fakultätsvertretung Geistes- und Kulturwissenschaften). Das heißt, dass die gezeit unabhängig von jeglicher externer Finanzierung (z.B…. Read more →

Editorial

Wer denkt es färben sich Blätter zu Unibeginn nur auf Bäumen bunt, irrt. Auch das Blatt in deinen Händen kleidet sich diesmal ganz in Rosarot, es schreit nach Aufmerksamkeit. Doch fragst du dich, was das jetzt soll, das zartrosa Papier und der funkelnde Aufdruck – Kitsch etwa? gezeit sagt laut Ja zum Kitsch und zur Fassade dieser Ausgabe und blickt… Read more →

Wo’s rosa draufsteht, ist‘s rosa drin.

Über Vermarktung, Verharmlosung und Verweiblichung – machen uns Pillen zu dem, was wir sein sollen? Hormonelle Verhütung als große Revolution des 20. Jahrhunderts, als Möglichkeit auf Selbstbestimmung und sexuelle Freiheit – oder doch nicht? Doch eher ein Zwang an eine tägliche Uhrzeit, ein Unterwerfen an Hormone, eine doppelte Verweiblichung? Keineswegs will ich der Pille ihre historische Bedeutung, ihre Verdienste um… Read more →