Nächste Ausgabe

Werte Freund*innen der Kritik,

nicht nur im, sondern auch um den Rahmen unserer für das Sommersemester 2017 in Planung stehende Veranstaltungsreihe (Infos folgen bald!) haben wir uns dieses Mal als Schwerpunkt der Gezeit, die Zeitung der Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften der Uni Wien, ein verfemtes Schmankerls ausgesucht, über das zu viel Falsches und zu wenig Richtiges geschrieben wurde: Antisemitismus und Geschlechterverhältnis.

Eine materialistische Kritik von Geschlechtlichkeit und des Antisemitismus soll in dieser Ausgabe einen Rahmen bekommen. Es soll Platz eingeräumt sein für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Intersektionalität und dem Spannungsfeld Antisemitismus und Feminismus oder auch: warum Feminist*innen, Linke und Revolutionäre trotz Selbsternennung zum revolutionären Subjekt – böse Zungen behaupten: gerade deshalb – nichts verstanden haben. Hierfür muss unter anderem die Psychoanalyse als Kritik der Gesellschaft herangezogen werden: ohne die Gesellschaft im Subjekt selbst verstanden zu haben, kann keine vernünftige Kritik des Antisemitismus geleistet werden.

Hierfür möchten wir mit sehr wenigen, unvollständigen Punkten zum Nachdenken und Schreiben anregen:

  • Antisemitismus und Antifeminismus: Wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo liegen die Unterschiede? Was eint Sexismus und Antisemitismus?
  • Psychoanalyse des Geschlechts: männliche Subjektkonstitution und Antisemitismus
  • Täter- und Täterinnenschaft: Geschlecht der Gewalt?
  • Genese des modernen Antisemitismus: Was hat das Christentum mit der Judenvernichtung zu tun? „Israelkritik“ als Mode der Antisemitinnen und Antisemiten
  • Zionismus: von sozialistischen Kibbuzim zum antinationalen Projekt Israel?
  • Effeminierung des Juden und Reaktive: vom verweiblichten Juden zur verführerischen Jüdin

Wir möchten euch dazu ermuntern, euch, abseits unserer bald terminlich fixierten Reihe, mit dem Thema auseinander zu setzen.

Sendet uns eure Ideen für Essays, Artikel oder andere Textformen zu – bitte keine Einzeiler, anhand derer wir uns kein gutes Bild machen können – bis zum 10. März 2017 an fv-gewi@univie.ac.at. Die Autor*innen werden entlohnt.

Wir freuen uns auf zahlreiche Zusendungen!

Mit besten Grüßen zum erkenntnisreichen Schreiben,
Redaktion Gezeit - Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften an der
Universität Wien